Beschreibung von Stress & Burnout

 

Das Burnout-Syndrom wird als Reaktion auf chronische Stressoren im Beruf beschrieben. Mit den drei Dimensionen:

  • einer überwältigenden Erschöpfung („overwhelming exhaustion“) durch fehlende emotionale und physische Ressourcen bzw. Energien
  • Gefühle des Zynismus und der Distanziertheit („detachment“) von der beruflichen Aufgabe
  • dem Gefühl der Wirkungslosigkeit („inefficacy“) wegen mangelnder Ressourcen und verminderter Leistungsfähigkeit.

 

In der Literatur wird häufig dargelegt, dass Burnout durch Stress ausgelöst wird, der aus Sicht der betroffenen Person nicht bewältigt werden kann, bzw. um ein subjektiv wahrgenommenes  Auseinanderklaffen von externen (beruflichen) Anforderungen bzw. Belastungen einerseits und individuellen Fähigkeiten zur Bewältigung der Beanspruchungen andererseits.

"Von Stress sprechen wir (…) dann, wenn es sich um eine aversiv erlebte, von negativen Emotionen begleitete Beanspruchung handelt“ (Semmer/Udris 1995). Chronisch getresst ist nach der Screening Scala SSCS eine Person dann, „wenn sie sich viele Sorgen macht, überlastet und überfordert ist und keine Anerkennung für ihre Anstrengungen erhält."

 

Burnout nimmt zu

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben Burnout-Fehltage in letzten 10 Jahren um 70% zugenommen.

  • 100.000 Beschäftigte in Deutschland fallen pro Jahr wegen Burnout aus.
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Burnout) gehören zu den Top 3 der wichtigsten Krankheitsarten (Hier: Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage).
  • Durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz entstehen in Deutschland Kosten iHv. 6,3 Mrd. € (Quelle: Bundesverband der Betriebskrankenkassen). Nach anderen Quellen betragen die Kosten bis zu 20 Mrd. € (siehe u.a. Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz).
  • Die Krankschreibungen wegen Depressionen erreichen Höchststände - psychische Erkrankungen verursachen bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Laut DAK Psychoreport vom 27.10.2015 "leidet jeder 20. Arbeitnehmer unter Depressionen", die Anzahl der Fehltage ist drei mal höher als vor 18 Jahren.

  • Diese Diagnosen rangieren damit erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik. Nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgen für noch mehr Ausfalltage.

Mehr Leistungsfähigkeit & höheres Energieniveau.